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Die Forschung

Das MRKH Syndrom
Das Mayer Rokitanski Küster Hauser (MRKH) Syndrom mit einer Häufigkeit von 1: ~4000 weiblicher Lebendgeburten ist definiert durch ein Fehlen der Müller Gänge, den Vorstufen des Uterus, Zervix und oberer Vagina. Fast alle MRKH Patientinnen besitzen einen normalen Karyotyp (46,XX), normaler Phänotyp mit sekundären Geschlechtsmerkmalen. Bei dem atypischen MRKH-Syndrom werden zusätzlich zum Fehlen der Uterus, Zervix und oberer Vagina noch Nierenfehlbildungen oder andere Veränderungen der Reproduktionsorgane beschrieben. Die seltenste und ausgeprägteste Form, auch bekannt als MURCS (Müllerian-Renal-Cervico-thoracic Somite Abnormalities), umschließt Nierenfehlbildungen, teilweise Fehlen des Rückgrates, der Rippen oder Arme oder Muskelschwächen.
   
Die Ursache des MRKH-Syndromes
Die Ursache des MRKH-Syndromes ist unbekannt, kein Gen konnte bisher mit dieser Kondition in Verbindung gebracht werden. Die Anlagen des Uterus, Zervix und oberer Vagina, die sogenannten Müller Gänge, werden schon im Embryo ausgebildet. Ein Stopp dieser Anlagen um die 4. embryonale Woche führt dann zum gänzlichen oder teilweisen Ausbleiben der weiblichen Reproduktionsorgane. Zur gleichen Zeit sind die Anlagen für das Nierensystem, sowie das Skelett und Muskeln sehr anfällig für Entwicklungsstörungen.
   
Das Ziel unserer Forschung
Das Ziel unserer Forschung ist die Identifizierung der Gene, welche zum MRKH-Syndrom führen. Da die Anlagen für die weiblichen Geschlechtsorgane, sowie Nieren schon in der embryonalen Phase nicht ausgebildet werden, konzentrieren wir uns auf entwicklungsbiologisch wichtige Gene. Der Inhalt, die sogenannte Sequenz dieser Gene sind bekannt, so dass wir in unserem Labor vergleichende Genanalysen vornehmen. Dazu werden die spezifischen Gene von MRKH-Patientinnen gelesen und mit sogenannten Kontrollen verglichen. So können wir Unterschiede detektieren und so letztendlich ein Gen oder Gene mit diesem Syndrom verbinden.
Für diese Untersuchung benötigen wir ca. 10 ml Blut von betroffenen Patientinnen. Aus diesem werden die Leukozyten separiert. Hieraus wieder wird DNA gewonnen, die dann schließlich in die Analyse geht.

Betroffenen Frauen, die uns in der Forschung unterstützen möchten, schicken wir spezielles Röhrchen zur Blutentnahme zu. Die Blutentnahme kann durch den Haus- oder Frauenarzt erfolgen. Anschließend senden Sie uns das Blutröhrchen, den Fragebogen und die Einverständniserklärung im beigefügten Umschlag (bereits frankiert) zu.
Über Ergebnisse der Forschung werden teilnehmende Frauen in Abständen direkt informiert.

 



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